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An dieser Stelle können Sie sich über das Filmprojekt des im Frühjahr 2018 erscheinenden Dokumentarfilms über die neuen Glocken informieren.
Das Projekt wird bisher durch den Verein "Andere Zeiten", durch den Sprengel Kassel und den Kirchenkreis Kaufungen gefördert.
Wir empfehlen zunächst das Anschauen des Promo-Trailers (Vorschau) von Zenon Kristen.

Promo-Trailer "Zwischen Himmel und Erde"

 Glockenguss

 Auszüge aus dem Exposé zum Film

Als vor 100 Jahren der erste Weltkrieg seine Opfer forderte, wurde auch eine Wunde in die Kirchengemeinden des Landes gerissen. Um sie für Munition einzuschmelzen, wurden zahlreiche Bronzeglocken von den Kirchtürmen geschmissen. Das Strukturierende, die Routine und Ordnung des Friedens wurde so auf brutale Weise gebrochen. So auch in Ahnatal-Weimar, wo sich die Gemeinde um 1920 entschloss, ihre letzte Bronzeglocke herzugeben, um sie einzutauschen gegen ein dreistimmiges Stahlgeläut, das heute abgängig ist.

„Zwischen Himmel und Erde“ ist ein ca. 45 minütiger Dokumentarfilm von Filmemacher Zenon Kristen, der in Ahnatal-Weimar aufwuchs, sich stolz als „Wimmersches Gewächs“ bezeichnet, hier seine ersten Kurzfilme drehte, bis er schließlich nach Berlin zog, wo er inzwischen als Filmeditor Kinofilme („The Impossible Project“), Webserien („ARRI-100Years“) und Werbefilmproduktionen schneidet.

In eindrucksvollen Bildern erzählen die Protagonisten meist selbst die Geschichte und füllen den Film mit Erinnerungen, Anekdoten, Fachwissen, Ideen und vor allem Herz. Wir reisen von Ahnatal-Weimar nach Kassel, Karlsruhe und „Radarien“, einer Radarstation die den Amerikanern einst dazu dienen sollte, die Positionen für den Abwurf von Atombomben durchzugeben.

Olivenzweig 3

Auf dieser Reise folgen wir stets den Glocken und unseren Protagonisten, die sich außergewöhnlich emotional mit ihnen verbunden fühlen. Über das Pfarrehepaar Dilger und Förderkreissprecher Thomas Raffler bekommen wir einen märchenhaften Einblick in das Dorf und die Dynamik des Projekts. Auf der Suche nach Antworten, wohnen wir dem Guss der neuen Glocken bei und fühlen uns erinnert an Friedrich Schillers „Lied von der Glocke“ (1799). Wir sprechen mit Glockengießer Albert Bachert, mit Glockensachverständigem Friedrich Luncke, mit den Bewohnern des Dorfes und dem Kasseler Künstler Udo Leis. Er wird die „drei stählernen Schwestern“ übernehmen und mit ihnen und seinen vier weiteren sogenannten „Notglocken“ Konzerte für den Frieden geben.

Detail 2

Egal ob wir nun Christen oder Nicht-Christen sind, in „Zwischen Himmel und Erde“ werden wir wahrhaftig Teil einer berührenden Geschichte, die uns darüber hinaus auch ein Stück weit aufklärt über die Jahrhunderte alte Kunst des Glockengießens, die spirituelle Kraft, die den Glocken inne wohnt, über ihre Symbolik, ihren gesellschaftlichen und individuellen Wert und die Kirche, die im Herzen des Dorfes steht und von diesem Herzen ausgehend, das Dorf zusammenhält, während die Glocken als ihr Herzschlag zwischen Himmel und Erde läuten.

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