In Ahnatal-Weimar werden künftig 6 „Stolpersteine“ an vertriebene und ermordete jüdische Familien erinnern. Ihre Namen werden auf den glänzenden Messingplatten der Steine eingraviert. Im Alltag sollen wir darüber „stolpern“, also bedenken, was damals in Deutschland geschehen ist und dass es auch hier an unserem Ort geschehen ist. Die 6 Stolpersteine sind Teil des eines Kunstprojekts des Künstlers Gunter Demnig. Sie sollen eine Verbindung schaffen zu den Schicksalen von Menschen, die einmal selbstverständlicher Teil unseres Volkes waren.
Auf den Messingplatten der „Stolpersteine“ in der Wilhelmthaler Str. 2 finden sich nun die Namen der Familie Alexander, die von 1928 bis 1933 hier lebten: Viola Alexander (geb. Loewenstein) und Hugo Alexander mit der Tochter Hertha und dem Sohn Helmuth. Einige Meter weiter im heutigen Haus „Ecke 6“wohnten für einige Zeit ihre Verwandten Irmgard und Bernhard Loewenstein. Nach dem erwähnten Attentat der SA war Bernhard schwer verletzt. Er floh mit anderen Verwandten zunächst in die Niederlande. Später gelang es Bernhard und Irmgard, nach Südafrika zu emigrieren. Von der Familie Alexander hat nur Hertha den Terror der Nazis überlebt. Von ihrem Schicksal und dem Schicksal der verwandten Familie Alexander wird uns der Sohn Peter Loewenstein bei der Verlegung der „Stolpersteine“ am 7.9.2026 ausführlicher erzählen.




